Romería oder die Gespenster von El Caballo

Der neue Film von Carla Simón ist lang erwartet worden. Bei den spanischen Filmpreisen ging er zur Überraschung vieler leer aus. Wie die Vorgänger ALCARRÀS und FRIEDAS SOMMER, mit denen er eine lose geknüpfte Trilogie bildet, beruht er zum Teil auf eigenen Erfahrungen der Filmemacherin. Wieder erzählt er von einem spannenden Abschnitt der neueren spanischen Geschichte. Dennoch fehlt ihm etwas vom frischen Glanz, der Simóns Werk bisher auszeichnete. Und am Ende erzählt er gerade da zu konventionell, wo es aufregend werden könnte. Mehr lesen

Putin in Kassel und im Zug durch Europa

Ein langer Sommer mit Rekordtemperaturen, Dürren und einem anhaltenden Krieg mit (vermutlich) wachsender Intensität liegt hinter uns. Antisemitische Zumutungen und schräg anmutende Aufarbeitungsversuche haben der documenta und den Feuilletondebatten die Kunst ausgetrieben. Europa insgesamt macht alles andere als bella figura. Vom Zug aus gibt es sich aber immerhin fotogen. Mehr lesen