Berlinale 2026: Favoriten

Kurz vor Schluss, den Bären und dem Publikumspreis hier im Überblick einige der Filme, die die Berlinale 2026 ausgemacht haben. Bestimmt gab es auch in der Sektion „Generation“ wieder einiges zu entdecken – etwa SUNNY DANCER, wie es von kundigen Kolleginnen immer wieder hieß. Da habe ich mit meiner Auswahl in diesem Jahr aber ein weniger gutes Händchen bewiesen. Was ich von den Kurzfilmprogrammen gesehen habe, war hingegen wie üblich zu Dreivierteln ungenießbar. Und Filme, die in vorherigen Artikeln bereits vorgestellt worden sind, werden hier nicht noch einmal erwähnt. Mehr lesen

Film & Politik, Monster, Blut und Lakonie

Selbstverständlich braucht jede Berlinale einen Skandal. Um den zu kreieren, lassen sich Pressekonferenzen nutzen, auf denen Aktivisten durch Suggestivfragen für ihre Glaubenssache Aufmerksamkeit schaffen, statt sich mit dem zu beschäftigen, was an Kunst und politisch-ästhetischer Einlassung konkret vorliegt. Denn faktisch ist die Berlinale in ihrer Programmierung sowieso bemüht, möglichst alle Konflikte der Welt abzubilden, zur Diskussion zu stellen und sich zu ihnen zu positionieren. Besser ist es allerdings, wenn das eher im Bad-Bunny-Superbowl-Style als in einer an Truth-Social erinnernden GROSSBUCHSTABEN-HYSTERIE geschieht. Außerdem: Auf dem Filmfest gibt es doch Monsterfilme.
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Berlinale: furioser Auftakt beim Forum

Das Forum, 1951 von Ulrich und Erika Gregor gegründet und heute vom Arsenal verantwortet, startet in diesem Jahr furios mit zwei ostasiatischen Perlen: Einmal ANYMART, ein japanischer Genrekracher zwischen Horror und Komödie. Und dann MY LIFE aus Südkorea. Der Film des Autors und Regisseurs Chung Ji-young nähert sich einem der gewaltförmigen Traumata des Landes elegant auf drei parallel erzählten Zeitebenen. Feinfühlig, mit Tanz und nuanciertem Schauspiel. Mehr lesen

Berlinale, Tag 1&2: Auf der Suche nach guten Männern

Die Berlinale hat begonnen – und macht sich auf die Suche nach guten Männern. Sie berichtet von komplizierten Familien und will divers, jung und politisch sein. „Wer hier nichts zum Lieben findet, liebt das Kino nicht!“, hat Intendantin Tricia Tuttle bereits im Januar auf der Pressekonferenz verkündet. Die Erwartungen hängen entsprechend hoch. Kleiner Spoiler: In der Kurzfilm-Sektion werden sie nicht erfüllt. Aber das gehört zur Tradition. Wie die winterliche Tristesse der Stadt und ihrer Spielorte. Mehr lesen

Immer Ärger mit dem Filmfest

Mit den Preisverleihungen (spätestens) wird die 74. Berlinale zum Kriegsschauplatz. Nicht zuletzt deshalb, weil die politisch Verantwortlichen nichts dazulernen, wie es scheint. Oder weil es einfacher ist, erstmal mit der Menge mitzuklatschen und erst später zu merken, dass da irgendetwas nicht stimmt. So zumindest scheint es dem Regierenden Bürgermeister und der Kulturstaatsministerin ergangen zu sein. Mehr lesen