Für immer weg

Wie es sich anfühlt, wenn die Schrecken einer Diktatur im Leben auch der glücklichen Teile einer Bevölkerung ankommen, ist in Walter Salles FÜR IMMER HIER zu besichtigen. Der hat zwar den falschen Oscar erhalten (bester internationaler Film statt beste Hauptdarstellerin); aber zur richtigen Zeit kommt er in jedem Fall. Und die Frage, ob Preise berechtigt vergeben werden, stellt sich bekanntlich in jedem Jahr aufs Neue. Mehr lesen

Am Strand der Zukunft

Aus Brasilien, das mit Bolsonaro eine revisionistisch-rechtspopulistische, evangelikal gestützte Phase gerade hinter sich hat, kommt der grellbunte Neo-Noir „Motel Destino“ von Karim Aïnouz. Neben Anleihen beim italienischen Giallo und naturalistischen Elementen bietet er Einblicke in eine destabilisierte Gesellschaft, in der allein die Gewalt krimineller Hierarchien Orientierung gibt. Dass nicht alle abhauen, verhindert vor allem die allgemeine Lethargie. Mehr lesen