25. Januar 2026 | Blick auf die Welt, Darkness, Film und Verbrechen, Gewalt der Verhältnisse
Was derzeit im Iran vor sich geht, ist unfassbar. Das Regime setzt massiv Brutalität gegen die Bevölkerung ein, die sich gegen die seit fast einem halben Jahrhundert währende klerikal-faschistische Gewaltherrschaft erhebt. Durch Internetabschaltung versucht es, seine Morde und Gräueltaten vor der Außenwelt zu verbergen. Dennoch solidarisieren sich Exiliraner:innen und Unterstützer:innen weltweit in symbolischen Aktionen und Kundgebungen mit den Aufständischen. An diesem Wochenende zeigt die Initiative „#All Eyes On Iran“ den Film BEHIND THE LIES der iranischen Filmemacherin Mahnaz Mohammadi. Er untersucht, wie schon die Internetsperren im November 2019 systematische Menschenrechtsverletzungen ermöglicht haben. Das Gebot der Stunde lautet: hinsehen und weiterverbreiten. Mehr lesen
31. Dezember 2025 | Eigensinn, Film und Verbrechen
2026 startet mit einem Klassiker. François Ozon, dessen Werk neben Bemerkenswertem allerlei Mittelmaß enthält, hat mit seiner Adaption von Albert Camus‘ berühmtestem Roman „Der Fremde“ ein eigenes Meisterwerk geschaffen. Neben den akkuraten Schwarzweißbildern von Kameramann Manuel Dacosse betören vor allem die beiden Hauptdarsteller:innen Benjamin Voisin und Rebecca Marder. Und ganz zum Schluss fällt einem wieder ein, wie groß das Genie eines Robert Smith einmal gewesen ist. Mehr lesen
30. Oktober 2025 | Film und Verbrechen
Was? Luc Besson hatte bisher noch keinen eigenen Dracula-Film gedreht? Gibt’s doch gar nicht. Nun hat der Francis Ford Coppola-Ersatz unter den europäischen Filmemachern das nachgeholt. Und dabei in weiten Teilen Francis Ford Coppola zitiert. Und natürlich Elemente aus Fantasy und weiteren Genres dazugepackt. Warum? Wohl weil er es so wollte. Mehr lesen
18. September 2025 | Film und Verbrechen
Während die Übernahme der Welt, wie wir sie kannten, auch in good old Europe immer drastischere Formen annimmt, schwelgt Christian Petzold nostalgisch im eigenen Werk. Mit MIROIRS NO.3, benannt nach einem Klavierstück von Maurice Ravel, schließt er seine Trilogie um Ideen von geheimnisvollen Frauen und Elementargeistern der Romantik ab. Dieses Mal steht Paula Beer im Mittelpunkt eines Films, der beim ersten Betrachten wirkt, als mache er es sich mit seinem Recycling altbekannter Themen allzu einfach. Wer sich davon nicht schrecken lässt, wird jedoch belohnt: mit Bildern und Stimmungen, die in Erinnerung bleiben, eingebettet in ein feines Gespinnst aus häufig nur angedeuteten Handlungssträngen und Motivationen. Mehr lesen
13. August 2025 | Die andere Seite, Eigensinn, Film und Verbrechen
Elektronische Musik und existenzialistische Wucht verbindet der spanische Regisseur Óliver Laxe in SIRĀT zum packenden Endzeit-Epos. Er schafft damit einen der Filme des Jahres und ein Kunstwerk, das dem Kino seinen Platz als führendes Medium der Reflektion über den Zustand der Welt zurückerobert. Mehr lesen