Sentimental Value: hyggelig existenzialistisch

Nach DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT (2021) beschäftigt sich Regisseur und Autor Joachim Trier ein weiteres Mal mit den Wehwehchen gut situierter Menschen in Oslo. Psychologisch grundiert und filmisch grundsolide kommt SENTIMENTAL VALUE wie ein Update der Dramen von Ibsen oder Tschechow daher – garniert mit einem zusätzlichen Spritzer irrer melancholischer Witzigkeit, wie man sie aus frühen Woody Allen-Filmen kennt. Das funktioniert und hat das Werk auf die vorderen Plätze vieler Jahresbestenlisten katapultiert sowie zum Anwärter auf Golden Globes, Europäische Filmpreise und womöglich gar Oscars in der einen oder anderen Kategorien werden lassen. Mehr lesen