Petzold-Eskapismus

Während die Übernahme der Welt, wie wir sie kannten, auch in good old Europe immer drastischere Formen annimmt, schwelgt Christian Petzold nostalgisch im eigenen Werk. Mit MIROIRS NO.3, benannt nach einem Klavierstück von Maurice Ravel, schließt er seine Trilogie um Ideen von geheimnisvollen Frauen und Elementargeistern der Romantik ab. Dieses Mal steht Paula Beer im Mittelpunkt eines Films, der beim ersten Betrachten wirkt, als mache er es sich mit seinem Recycling altbekannter Themen allzu einfach. Wer sich davon nicht schrecken lässt, wird jedoch belohnt: mit Bildern und Stimmungen, die in Erinnerung bleiben, eingebettet in ein feines Gespinnst aus häufig nur angedeuteten Handlungssträngen und Motivationen. Mehr lesen

„Mir gefällt es hier!“

(c) Schramm Film Selbstverständlich ist Christian Petzolds Barbara tatsächlich so großartig wie erwartet. Angeleitet von persönlichen Erinnerungen und Vorlieben (Herrmann Brochs zugrunde liegende Novelle „Barbara“ von 1936, aber auch Howard Hawks „To...