8. April 2026 | Film und Verbrechen
In THE HISTORY OF SOUND bringt der südafrikanische Regisseur Oliver Hermanus zwei der derzeit gefragtesten Schauspieler als Paar zusammen. Paul Mescal wird immer wieder als nächster James Bond gehandelt und hat für seine Rolle als junger Vater eines Teenagers in AFTERSUN sehr zu Recht einen Oscar erhalten. Der enigmatische Spitzbube Josh O’Connor überzeugte zuletzt bei Kelly Reichardt und Alice Rohrwacher. Mehr lesen
1. April 2026 | Eigensinn, Film und Verbrechen
Der neue Film von Carla Simón ist lang erwartet worden. Bei den spanischen Filmpreisen ging er zur Überraschung vieler leer aus. Wie die Vorgänger ALCARRÀS und FRIEDAS SOMMER, mit denen er eine lose geknüpfte Trilogie bildet, beruht er zum Teil auf eigenen Erfahrungen der Filmemacherin. Wieder erzählt er von einem spannenden Abschnitt der neueren spanischen Geschichte. Dennoch fehlt ihm etwas vom frischen Glanz, der Simóns Werk bisher auszeichnete. Und am Ende erzählt er gerade da zu konventionell, wo es aufregend werden könnte. Mehr lesen
18. März 2026 | Eigensinn, Film und Verbrechen
Paolo Sorrentino stellt einen alternden Ministerpräsidenten in den Mittelpunkt seines neuen Werks. Da er aus dem Amt ausscheidet, hat er kaum mehr relevante Aufgaben. Doch was es noch zu tun gibt, bereitet ihm Kopfzerbrechen. Seine Tochter hält ihn daher für entscheidungsschwach. Er hingegen verteidigt seine Zweifel als grundlegend. Zudem treibt ihn eine ganz andere Frage um. Auch wenn Sorrentino seine moralphilosophischen Kapazitäten ein weiteres Mal eine Spur zu ernst nimmt, gelingt ihm mit LA GRAZIA ein schwebender Film voller anrührender Momente. Mit einem Protagonisten, der trotz zunächst steifer Fassade sehr lebendig ist. Mehr lesen
17. März 2026 | Eigensinn, Film und Verbrechen
Manchmal gibt es Filme, die sind so leicht und einnehmend, dass sie wirken, ohne dass man interpretieren oder nachdenken müsste. Angelehnt ans Frühwerk Jean-Luc Godards zeichnet Richard Linklater in NOUVELLE VAGUE die Entstehungsgeschichte von dessen Debut AUSSER ATEM nach. Dafür hat er für alle damals Beteiligten überzeugende Darsteller:innen gefunden, die die Sache mit so viel Verve angehen, dass es mögliche Schwachstellen oder Ungenauigkeiten einfach vergessen lässt. Getreu eines der unzähligen Bonmots JLGs, dass man einen Film machen müsse, um einen bestehenden zu kritisieren, verlässt man das Kino nach 106 Minuten mit dem Wunsch, genau das am besten sofort zu tun. Aber dazu demnächst mehr. Mehr lesen
6. März 2026 | Eigensinn, Film und Verbrechen
Krawalliges Pastiche: in ihrem Remake des Horror-Klassikers FRANKENSTEINS BRAUT von 1935 zieht Maggie Gyllenhaal bei Besetzung und Ausstattung alle Register. Auch feministische Slogans und Me Too-Reminiszenzen finden sich. Dennoch gelingt der Regisseurin weder ein politisch relevantes Statement noch ein rundum gelungenes Monster-Musical – es bleibt bei einer Nummernrevue. Mehr lesen