25. Januar 2026 | Blick auf die Welt, Darkness, Film und Verbrechen, Gewalt der Verhältnisse
Was derzeit im Iran vor sich geht, ist unfassbar. Das Regime setzt massiv Brutalität gegen die Bevölkerung ein, die sich gegen die seit fast einem halben Jahrhundert währende klerikal-faschistische Gewaltherrschaft erhebt. Durch Internetabschaltung versucht es, seine Morde und Gräueltaten vor der Außenwelt zu verbergen. Dennoch solidarisieren sich Exiliraner:innen und Unterstützer:innen weltweit in symbolischen Aktionen und Kundgebungen mit den Aufständischen. An diesem Wochenende zeigt die Initiative „#All Eyes On Iran“ den Film BEHIND THE LIES der iranischen Filmemacherin Mahnaz Mohammadi. Er untersucht, wie schon die Internetsperren im November 2019 systematische Menschenrechtsverletzungen ermöglicht haben. Das Gebot der Stunde lautet: hinsehen und weiterverbreiten. Mehr lesen
28. August 2025 | Film und Verbrechen
IN DIE SONNE SCHAUEN von Mascha Schilinski wurde in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und geht als deutscher Kandidat ins Rennen um den Oscar als bester internationaler Film. Assoziativ verknüpft Schilinski darin meist schmerzbehafteter Motive aus der Erfahrungswelt weiblicher Heranwachsender aus einem Zeitraum von mehr als hundert Jahren. Das ist in seinen unheimlichen Wiederholungen und Überlagerungen erzählerisch nicht immer bis ins Letzte stringent, betört aber stilistisch durch viele bildnerische und soundtechnische Einfälle, interessante Charaktere und eine Kamera, die schwebt und sich verhält, als sei sie ein eigener, wissender Akteur. Mehr lesen
13. August 2025 | Die andere Seite, Eigensinn, Film und Verbrechen
Elektronische Musik und existenzialistische Wucht verbindet der spanische Regisseur Óliver Laxe in SIRĀT zum packenden Endzeit-Epos. Er schafft damit einen der Filme des Jahres und ein Kunstwerk, das dem Kino seinen Platz als führendes Medium der Reflektion über den Zustand der Welt zurückerobert. Mehr lesen
4. Juni 2025 | Film und Verbrechen, Gewalt der Verhältnisse
Mit THE UGLY STEPSISTER legt die norwegische Regisseurin Emilie Blichfeldt ein thesenhaft-brachiales Spielfilmdebut vor. Ihre Adaption des Märchens „Aschenputtel“, für die sie auch das Drehbuch geschrieben hat, siedelt sie stilistisch auf der Grenze zwischen Body Horror und (ost-)europäischem Märchenfilm an. Das liegt nahe, geht es ihr doch darum auszumalen, welche Qualen es für Frauen bedeutet, sich mit ihren Körpern patriarchal geprägten Vorstellungen von Identität und Schönheit zu unterwerfen. Ganz neu ist diese sicher immer berechtigte Kritik nicht, etwas mehr Subtilität hätte dem Film und Blichfeldts Anliegen gutgetan. Mehr lesen
21. Januar 2025 | Darkness, Eigensinn, Film und Verbrechen
Da ist also auch Donald Trump wieder. In Amt und so genannten Würden. Seit gestern legt der nach eigener Einschätzung von Gott genau dafür erwählte MAGA-Präsident los. Das bietet wenig Grund zur Freude für den überwiegenden Rest der Welt. Aber im Raum der Kultur darf es nicht nur Anlass sein, Trübsal zu blasen. Wie wäre es stattdessen mit einem neuen Aufbruch in Richtung Protest, Subversion und Unfug? Eine Lektion in Eskapismus gibt es in KNEECAP von Rich Peppiatt über den gleichnamigen Belfast-HipHop-Act. Mehr lesen